Dienstag, 23. Dezember 2008

Karibikreise #1: Cartagena

Da Duitama, 3 Stunden nordoestlich von Bogotá gelegen und seines Zeichens Wohnort meines treuen Reisegefaehrten Kalle, uns nicht allzusehr zusagte, brachen wir so schnell wie moeglich nach Cartagena auf, was zunaechst einmal eine 24-stuendige Busfahrt bedeutete.
Am schlimmsten war dabei nicht die Fahrt an sich, sondern das kleine Maedchen, das es nicht fuer noetig hielt, seine Kotztuete in den Muell zu schmeissen, stattdessen hielt es die (offene) Tuete in der Hand, u.a auch schlafend - man kann von Glueck sagen, dass es ihm auf wundersame Weise gelang, besagte Tuete nicht fallen zu lassen.
Nachdem wir uns in Cartagena in einem kleinen Hotel nahe der Altstadt einquartiert hatten, hoerten wir einem voellig betrunkenen Typen in einer Bierbude zu, wie er ueber alles moegliche schwadronierte, der Dreh- und Angelpunkt seines Gespraeches aber war "Itlerrr", der liebe Adolf, dessen Holocaust er gar nicht mal so uebel fand.
Cartagena hatte zur Kolonialzeit eine grosse strategische Bedeutung, weshalb es hier von Festungsanlagen nur so wimmelt, beispielsweise einer umlaufenden, begehbaren Stadtmauer oder dem Fort San Félipe, das wir uns ansahen und wo wir uns in eine schwedischen Kinderserie versetzt fuehlten, in dem ein rothaariges Maedchen in Strapse den Piraten ordentlich eins auf die Muetze gibt
Hauptattraktion ist aber wohl das historische Zentrum, das, aufwaendig restauriert, die Stadt zu einem der meistbesuchtesten Orte fuer Inlandstouristen macht, was man deutlich zu spueren bekommt, sei es bei den Preisen oder den Typen, die einem dauernd was verkaufen wollen.
Obwohl die Stadt definitiv eine Reise Wert ist, zogen wir bald nach Santa Marta weiter.

Fotos
? Aber natuerlich!

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