Dienstag, 23. Dezember 2008

Karibikreise #2: Santa Marta

In Santa Marta war ich vorher schon einmal gewesen, allerdings hatte meine Gastfamilie ein Apartment im Rodadero, dem Touristenviertel, gemietet, waehrend wir diesmal im Stadtzentrum blieben, wobei unser Hotel praktisch nur von Backpackern frequentiert wurde. Das seltsame an den Leuten dort ist, dass scheinbar alle ein grosses Ego besitzen und irgendwie immer versuchen, sich mit dem zu uebertrumpfen, was sie schon gesehen haben und andere nicht. Ich verallgemeinere dabei sicherlich, aber da sind schon viele seltsame bis unangenehme Zeitgenossen dabei. Obwohl Kalle und ich ja eigentlich nichts anderes machten als die anderen Reisenden, fuehlten wir uns nicht wirklich zugehoerig. Welchen Sinn macht es, von Backpackerhotel zum naechsten zu ziehen, unter Umstaenden dort immer die selben Menschen zu treffen und ganze Nachmittage im Internetcafé zu verbringen? Die Crux dabei ist leider, dass es darauf fast zwangslaeufig hinauslaeuft, wenn man guenstig die Welt kennenlernen moechte, also auch ich vielleicht irgendwann mal auf irgendeine Weise Teil dieser Subkultur werde, doch sicherlich sind nicht alle so gepolt, ist auch nur mein persoenlicher Eindruck. Am schlimmsten sollen uebrigens die Israelis sein, die sind in Kolumbien als Rucksacktouristen nicht allzu gut gelitten.
Ueber Santa Marta selbst gibt es eigentlich nicht allzuviel zu erzaehlen, vielleicht dass hier der Landesbefreier und Nationalheld Simón Bolívar seinen Lebensabend verbracht hat, ansonsten geht hier alles einen sehr geruhsamen Gang.
In der Bucht von Santa Marta ankerten riesige Bananenfrachter, die zusammen mit der Weihnachtsbeleuchtung unter Palmen eine pittoreske Kulisse boten, die wir bald schon wieder verlassen sollten, weil wir die "Ciudad Perdida" sehen wollten, die "Verlorene Stadt" der Tayrona-Indianer.

Und selbst von Santa Marta gibt's ein paar wenige Fotos.

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