Am letzten Wochenende war ich nicht nur in Boyacá unterwegs, sondern es hat hier in Bogotá die 14. Ausgabe des "Rock al Parque" stattgefunden, was man frei mit "Rock im Park" uebersetzen kann. Dieses Festival ist das groesste Gratis-Open-Air-Festival Lateinamerikas und da ich alles mag, was mich nix kostet, sind wir auch da hin. Der erste Tag war einfach scheisse: Man kommt nur ohne Guertel rein, denn so einen Guertel koennte man ja auch ganz gediegen als Waffe benutzen. Weil wir aber Guertel trugen, kamen wir nicht rein und mussten die erstmal irgendwo deponieren. Dann lecker Leibesvisitation durch die Freunde der Polizei und dann durften wir uns Socken und Schuhe ausziehen und barfuss durch die Sperre latschen.
Gut, wir waren also drin. Dummerweise fing's in dem Moment an zu regnen und ich erinnere mich noch gut an Philipps Kommentar: "Das gute ist ja, dass sich das hier in Bogotá nie so einregnet." Denkste. Am Ende waren wir tropfnass und hatten nix vom Konzert mitbekommen, weil selbiges abgebrochen worden war. Ich moechte mich hiermit herzlich bei den Sadisten von der kolumbianischen Polizei bedanken, die uns nicht durch den Ausgang rausliessen, obwohl niemand anstand, sondern uns drei Meter weiter durch den Ausgang und damit durch eine etwa knoecheltiefe Pfuetze schickte.
Den naechsten Tag sind wir nochmal hin. Es regnete zwar auch, aber die Aussicht, Bloc Party gratis zu sehen und die Koerperwaerme von 80.000 anderen Fans hielten uns einigermassen warm, und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
So verbrachten wir beim Kollektivpogo und von Marihuanaschwaden umwoelkt (echt die ganze Zeit, hab' sowas noch nicht erlebt) ein echt tolles Festival, das nur davon ueberschattet wurde, das Kalles Guertel, den er einer Dame zum Aufbewahren gegeben hatte, nicht mehr aufgetaucht ist. Warum nur, Angela, warum???
Sonntag, 9. November 2008
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